Geschriebenes 4

April 23rd, 2009 von luca

Baue ein Raumschiff und verlasse die Erde. Fliege weiter, einfach weiter ohne zurückzuschauen. Erreiche den Mond, mach einen kleinen Halt, kontrolliere ob du die amerikanische Flagge tatsächlich sehen kannst… und dann steige zurück ins Raumschiff und folge deinen Weg. Einfach weiter. Durchfliege fremde Galaxien, umkreise neue Monde, bewundere die Milchstrasse…

 

Wenn du das Gefühl hast, weit genug gekommen zu sein. Wenn du glaubst, in unbekannte Weiten eingedrungen zu sein. Wenn du denkst, dich von weltlichen Perspektiven gelöst zu haben…

dann halte dein Raumschiff an, drehe dich um und versuche die Erde zu orten. Kannst du sie sehen? Ein kleiner, unbedeutender, blauer Punkt mitten im Universum. Siehst du sie? Tatsächlich?

 

Wie fühlt es sich an? Wie beurteilst Du die Wertvorstellungen der Menschen von dort oben? Welche Tiefe besitzt eine politische Ideologie, eine religiöse Weltanschauung, ein Gebet? Welche Bedeutung weisen unsere Probleme, Sorgen, Wünsche, Illusionen, Ängste auf? Welche Relevanz hat ein Menschenleben? Wie schwer ist die Liebe?

 

Und jetzt sage mir: Wie lange dauert es, bis erste atheistische Gedanken durch deinen Kopf schiessen?

 

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Gitarren Recording Part 1

April 16th, 2009 von pleroma

So, ein paar Wochen ist es nun schon her, dass Reto seinen Part mit dem Bass eingespielt hat.

Die A-Gitarren, Synths, Keyboards und Streicher-Parts sind auch im Kasten. Dann hat das ganze ein wenig gestockt. Mal war der Produzent nicht im Land, dann war ich eine Woche im Urlaub, ein bisschen Sonne tanken, bevor wir uns für ein paar Wochen in den Keller verschanzen um das Beste aus unseren Gitarren raus zu kitzeln. Aber jetzt geht’s los. Claude und ich werden die Gitarren in unserem Band-Raum einspielen. Wir haben den Keller dafür ein wenig umgebaut. Das heisst, wir haben eine schalldichte Kiste gebastelt um die Boxen reinzustellen. Hard- und Software, Umwandler, Preamps und Monitore hat T.J. zur Verfügung gestellt. Und was das geilste ist: Wir konnten „Slädu“ Perica für uns gewinnen! Wir haben mit ihm zusammen bereits an den Sounds getüftelt. Das heisst die Mikrofone positioniert, die Amps gestreichelt, bis sie den Sound rausgespritzt haben und nun während den Aufnahmen rausspritzen werden, der für das Album passt. Das ging natürlich nicht in einem halben Tag, nein! Einen ganzen Tag ging nur schon drauf, um die Mikrofone an die Boxen zu platzieren, und den sogenannten „sweet spot“ zu finden. An dieser Stelle nehmen die Mikrofone dann nur die Frequenzen auf, die wir auf dem Album wollen. Das heisst: Mikrofon an die Membran stellen. Gitarre nehmen, spielen. Klingt scheisse. Mikrofon einen Millimeter verschieben. Gitarre nehmen, spielen. Klingt scheisse. Mikrofon einen weiteren Millimeter verschieben. Gitarre nehmen, spielen. Klingt ein bisschen weniger scheisse, aber trotzdem noch scheisse. Gut. Gitarre ablegen. Mikrofon noch einen weiteren Millimeter verschieben. Gitarre nehmen, spielen… Ihr versteht worauf ich hinaus will! Nach einem mühsamen hin und her, war der sweet spot gefunden… Beim ersten Mikrofon! Aber da muss noch ein zweites her! Ok, gleiches Spiel noch mal!!

Die Mikrofone haben ihren Platz gefunden. Nun mussten noch die Amps eingestellt werden. Das ging dann wesentlich schneller, da wir unsere Amps ja bereits kennen und schon eingestellt haben. Trotzdem wurde noch rumgeschraubt. Das war Tag 1. In den folgenden Tagen haben wir begonnen, ein paar Takes einzuspielen. Nach mehrmaligem hören der aufgenommenen Spuren, haben wir mit Slädu entschieden, die Sounds nochmals zu ändern. An den Amps wurde nochmals rumgeschraubt und die richtigen Gitarren ausgewählt.

Nun sind wir endlich zufrieden und haben begonnen, das Baby mit unseren Gitarren zu füttern. Wir werden Song für Song einspielen, bis das Ding im Kasten ist. Slädu wird uns während den Aufnahmen immer wieder zu Seite stehen und uns coachen. Da sind wir natürlich besonders stolz drauf!

 

In diesem Sinne: Bis bald aus der Front!

 

Marco

 

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